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Nonnenfließ - Schwärzetal
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Beschreibung
Im Tal des Nonnenfließes
Eine der schönsten Wandertouren im Naturpark Barnim, der Wanderklassiker wohl überhaupt in dieser Region, ist das Naturschutzgebiet Nonnenfließtal. Es entstand nach der Weichseleiszeit vor ca.15.000 Jahren als Schmelzwasserabflussrinne an der Endmoräne nördlich der Barnimplatte.
Südlich des kleinen Dorfes Tuchen, berühmt durch seine Fachwerkkirche, auch „Hochzeitskirche“ genannt, entspringt das Nonnenfließ in der Beerbaumer Heide.
Ab der Quelle durchquert das Nonnenfließ in nördlicher Richtung den Ort Tuchen, wo es einst3 Wassermühlen „speiste“. Heute ist von diesen Mühlen leider nicht mehr viel zu sehen.
Im nördlichen Bereich von Tuchen bis einschließlich zur „Neuen Mühle“ lädt ein kurzer Rundwanderweg um einen Teilabschnitt des Nonnenfließes zum Spazierengehen ein.
Doch der wohl romantischste Abschnitt des wunderschönen Nonnenfließtals beginnt weiter nördlich, etwa bei der „Steinernen Brücke“ und erstreckt sich bis zur Mündung in die Schwärze bei Spechthausen.
Der Hauptwanderweg durch den Naturpark Barnim, markiert mit einem blauen Querbalken, der unter anderem von Biesenthal nach Melchow, Schönholz, Spechthausen bis nach Eberswalde führt, geht ebenfalls ein Stückchen durch das Nonnenfließtal. Diese Wegstrecke beginnt hinter Schönholz und führt am Nonnenfließ entlang bis nach Spechthausen.
Dem Verlauf des Nonnenfließes von der „Steinernen Brücke“ aus folgend, erreicht der Wanderer nach nicht allzu langer Zeit einen idyllischen, überdachten Rastplatz. Es ist ein historischer Ort, um den sich unterschiedliche Sagen woben. Eine Variante davon lautet wie folgt:
Hier soll einst ein Nonnenkloster gestanden haben. Eines Tages raubte ein Reitersmann in wildem Galopp eine Nonne. Da sie aber Lebensfreude durchdrang, kam Fluch über das Kloster und aus dem kleinen Bach wurde ein reißender Strom und riss das Kloster mit sich. Nur eine Nonne mit dem Namen „Liese“ konnte sich retten. Aus Dankbarkeit über ihre Rettung errichtete sie an dieser Stelle ein Kreuz. So kam dieser Ort zu dem Namen „Liesen – Krüz“.
Das „verwunschen“ wirkende Nonnenfließ schlängelt sich in einer märchenhaften Landschaft vom Liesen – Krüz in vielen Mäandern durch hohen, dunklen Wald in Richtung Norden, bis es bei Spechthausen in die Schwärze mündet. Im Nonnenfließ sind noch Tierarten zu finden, die eigentlich typisch für klare Gebirgsbäche sind. Zu jeder Jahreszeit ist eine Wanderung durch diese Region zu empfehlen. Hier kann man wirklich noch die Seele baumeln lassen und sich vom Alltag erholen. Besonders schöne und unvergessliche Eindrücke bietet eine Herbstwanderung bei herrlichem Sonnenschein, wenn sich die Sonnenstrahlen im klaren Bach brechen und das bunte Herbstlaub in unzähligen Farben schimmert.
Guter Ausgangspunkt für eine Wanderung durch das Nonnenfließtal ist der Naturpark - Bahnhof Melchow, der im Stundentakt mit dem OE 60 Berlin-Lichtenberg - Frankfurt (Oder) erreichbar ist.







